Fischer Academy GmbH: Außergewöhnliche Mitarbeitermotivation und -führung

Als Vorgesetzter bezeichnet sich Mike Fischer gar nicht gern. Vielmehr möchte er ein Vorbild, Coach und Lebensberater für seine Beschäftigten sein. „Ich stehe im Organigramm unserer Firma ganz unten und sehe mich als den inspirierenden Diener meiner Mitarbeiter“, erklärt der Inhaber der Fischer Academy GmbH. Sein Ziel ist es, junge Menschen bei ihrer Entwicklung zu unterstützen. „Ich glaube nicht, dass man Mitarbeiter motivieren kann“, sagt Fischer. „Eine Veränderung findet nur statt, wenn ihnen selbst etwas enorm wichtig ist. Deshalb versuche ich, meine Energie als Unternehmer auszustrahlen und auf meine Mitarbeiter zu übertragen.“

Herrn Fischer zufolge hat man in Deutschland weder ein Motivations-, noch ein Produkt- oder Wissensproblem, sondern vielmehr ein Begeisterungsproblem. MitarbeiterInnen müssen Leidenschaft für den Beruf, den sie ausüben, empfinden. Diese Leidenschaft lässt Mike Fischer seine MitarbeiterInnen in Mitarbeitergesprächen selbst entdecken. Mitarbeitergespräche finden deshalb nicht immer nach Fahrplan statt, sondern dann, wenn es nötig ist. „Manchmal treffe ich mich mehrmals in der Woche mit einem Mitarbeiter, wenn es die Situation verlangt und ich herausfinden will, für was sein Herz brennt“, erklärt Fischer. Er fördert und hinterfragt, stärkt die Stärken und lässt die Schwächen links liegen. Entsprechend schafft er keine Arbeitsplätze, sondern „Spielplätze“, auf denen die Mitarbeiter ihre Ideen verwirklichen können. „Und wenn der Spielplatz nach einer Weile langweilig wird, schließen wir ihn auch mal wieder und eröffnen einen neuen." Es ist aber auch möglich, dass bei solchen Gesprächen herauskommt, dass es sich nicht um den Traumjob eines Mitarbeiters handelt – dann ebnet Mike Fischer auch den Weg für einen Berufswechsel.

Ob die Laune im Unternehmen gut ist, lässt sich schnell mit Hilfe der „Umdenkfabrik“ herausfinden: Diese Software sammelt nicht nur die Ideen und Vorschläge der MitarbeiterInnen, sondern beinhaltet auch ein Stimmungsbarometer – einmal im Quartal beurteilen die MitarbeiterInnen alle Einflussfaktoren ihrer Arbeitsumgebung, von der Atmosphäre und der Ausstattung des Arbeitsplatzes über das Gehalt, die Sozialleistungen und die Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Verhalten der Vorgesetzten. „So sehen wir immer sehr schnell schwarz auf weiß, wenn etwas in der Firma hakt“, sagt Mike Fischer. Meist merkt er das Dank seiner engen Beziehung zur Belegschaft aber auch schon vor der Umfrage und kann entsprechend gegenlenken.

Mit Hilfe dieses selbst kreierten, vielseitigen und zugleich übersichtlichen Programms speist jeder Mitarbeiter monatlich mindestens einen Verbesserungsvorschlag samt Kalkulation ins Intranet ein. Dabei handelt es sich um eine Art liebevolle Vorgabe um der bösen Krankheit Betriebsblindheit vorzubeugen. Immerhin sehen die MitarbeiterInnen am ehesten, was sich verbessern muss. Deshalb wird jede Idee bis zu 200€ finanziert. Die MitarbeiterInnen können alle zur Kasse gehen und die eigene Idee selbst umsetzen. Dadurch erhalten die MitarbeiterInnen Unternehmerstatus. Sie können im Intranet auch alle Umsatzzahlen einsehen und werden am geschäftlichen Erfolg mit gleichem Anteil jährlich beteiligt.

Vorteile: Hohe Identifikation der MitarbeiterInnen mit dem Unternehmen, Begeisterung der MitarbeiterInnen für die eigene Tätigkeit, Innovationskraft und Dynamik

Beginn des Projektes / der Maßnahme: Mit Unternehmensgründung

Fischer Academy GmbH: Außergewöhnliche Mitarbeitermotivation und -führung

Fischer Academy GmbH | Heinrichstraße 86, 07545 Gera | http://www.fischer-academy.de

Bereich

  • Soziales

Unternehmensgröße

  • bis 49 Mitarbeiter

Branche

  • Dienstleistungen