Die F.A.I.R.E. Warenhandels eG: Ein wichtiger Multiplikator für den Gedanken des fairen Handels

Der faire Handel boomt, selbst die großen Discounter führen mittlerweile zertifizierte Produkte – findet ein grundlegender Wandel im Konsumverhalten der Deutschen statt? Niemand kann besser darüber Auskunft geben als Mitarbeiter von Organisationen, die sich schwerpunktmäßig mit dem fairen Handel beschäftigen.

Eine dieser Organisationen ist die F.A.I.R.E. Warenhandels eG, ein Großhandel für fair gehandelte Produkte der großen drei alternativen Importorganisationen GEPA, El Puente, dwp und weiterer Fairhandelsimporteure, welcher die Weltläden in Ostdeutschland, schwerpunktmäßig in Mitteldeutschland, mit den nachgefragten Gütern versorgt.

Zentraler Gedanke des fairen Handels ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Produzent und Importorganisation. Hierzu zählen z.B. langfristige Kooperationen, das Angebot einer Vorfinanzierung und die Zahlung fairer Preise, die daran bemessen werden, dass die Produktionskosten gedeckt, der Lebensunterhalt bestritten und die Produktion in ökologischer und sozialer Hinsicht nachhaltig gestalten werden kann. Für bestimmte weltweit auf Börsen gehandelte Rohstoffe (z.B. Kaffee) gelten Mindestpreise die ein Auskommen auch dann absichern, wenn der Weltmarktpreis stark sinkt.

Die Gedanken hinter dem fairen Handel sind hochkomplex, auch die damit verwandten Themen wie beispielsweise die Handelsstrukturen zwischen den Ländern des Nordens und Südens. Und genau hier wird F.A.I.R.E. aktiv: Sie unterstützt entwicklungspolitische Bildungsarbeit, berät Weltläden in Sachen Verkauf, Arbeitsorganisation und Gruppenprozesse – auch in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern im Fairhandels-Sektor. Wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist auch die umfangreiche Information der Betreiber der Weltläden: Dazu werden in Newslettern und im Onlineshop umfassende Informationen zu Herkunft und Verarbeitung der Produkte zusammengetragen und Informationsveranstaltungen organisiert.

Doch nicht nur die Betreiber der Weltläden können auf diese Wissens-Ressource zurückgreifen, sondern auch Vertreter der Zivilgesellschaft: So steht in der F.A.I.R.E. ein umfangreiche Materialsammlung zum Thema Fairtrade zur Ausleihe bereit, die von kirchlichen Gemeinden, Vereinen, Schulen usw. ausgeliehen werden kann.

Die Genossenschaft versucht, die Ideen und Ideale des fairen Handels in der Gesellschaft zu verbreiten und damit ein umfassendes Verständnis von Nachhaltigkeit zu vermitteln. Unter dieser Prämisse ist auch Frau Boškovićs Appell an alle Firmen, sämtliche internen Beschaffungen, vom morgendlichen Kaffee bis zur Arbeitskleidung zu überdenken, zu verstehen – verantwortungsvolles Wirtschaften betrifft auch solche Bereiche unternehmerischen Handelns. 

Vorteile: Sensibilisierung von Gesellschaft und Wirtschaft

Beginn des Projektes / der Maßnahme: 1996

Die F.A.I.R.E. Warenhandels eG: Ein wichtiger Multiplikator für den Gedanken des fairen Handels

F.A.I.R.E. Warenhandels eG | Radeburger Straße 172, 01109 Dresden | http://www.faire.de

Bereich

  • Soziales

Unternehmensgröße

  • bis 49 Mitarbeiter

Branche

  • Handel