little kiwi: Der Kiwi aus Leipzigs Westen

Das Modelabel „little kiwi“ aus dem Leipziger Westen entstand aus einem Bedürfnis heraus: Für Gründerin Olga Kassner waren Qualität, Schnittmuster und Druck von Kleidungsstücken oftmals unbefriedigend, sodass sie sich entschied, das Label mit dem kleinen Kiwi zu gründen.

Der Kiwi dient nicht nur aus persönlichen Sympathien als Identifikationsmuster, sondern ist als bedrohte Art auch ein Symbol für die Notwendigkeit zum Umdenken.

Dieses Umdenken findet bei little kiwi statt: So sind die T-Shirts aus zertifizierter Bio-Baumwolle oder Alternativen aus anderen nachwachsenden Rohstoffen, wie beispielsweise Modal, das aus Cellulosefasern, generiert aus nachhaltiger Anpflanzung von Buchen, gewonnen wird. Alle Rohstoffe wie auch die Verarbeitung sind nach international anerkannten und kontrollierten Siegeln wie GOTS (Global Organic Textile Standard) oder Ökotex 100 zertifiziert. Dazu gehört nicht allein der Verzicht auf Herbizide und Pestizide, sondern u.a. geschlossene Wasserkreisläufe und Recycling von Abfällen in den verarbeitenden Fabriken. Hinzu kommt das „Fair Wear“-Siegel, das den Herstellern eine angemessene Entlohnung garantiert.

Im Unterschied zu manchen anderen Anbietern, die Öko-Textilien mit Kunststoff-Farben oder -Folien weiterverarbeiten, wird bei little kiwi die Zertifizierung bis zum Endprodukt durchgehalten. Auch die Druckfarben haben das Ökotex 100-Siegel und sind sogar vegan. Da es wasserbasierte Farben sind, gibt es keine chemischen Lösungsmittel, die beim Schwitzen durch die Haut aufgenommen werden könnten. Der Siebdruck erfolgt in Handarbeit und Kleinserie in der eigenen Werkstatt. Da sich bei wasserbasierten Farben der Druck direkt mit den Stofffasern verbindet, also nicht an der Oberfläche sitzt, ist er genauso langlebig wie die Textilien selbst. Auch das entspricht dem Anliegen der Nachhaltigkeit.

Doch nicht nur der Druck ist handgemacht: Die Grafikdesignerin mit beruflicher Herkunft aus Werbebranche und Buchgestaltung designt sämtliche Druckmuster und stellt zudem auch die Siebe her.

Die beiden Inhaber – mittlerweile ist auch Frau Kassners Ehemann mit dabei – stellen fest, dass das Konzept aufgeht: War die Geschäftstätigkeit zunächst auf die Weiten des Internets und einzelne Märkte gerichtet, kann sich der kleine Kiwi nun eines Zuhauses im Leipziger Westen erfreuen, wo Laden und Werkstatt zusammen zu finden sind. Die Konsumenten sind bereit, einen höheren Preis für die gute Qualität zu bezahlen.

Neben dem Kerngeschäft, das keine giftigen oder umweltbedenklichen Abfälle entstehen lässt, ist es den Inhabern wichtig, konsequent zu handeln. Dies zeigt sich auch daran, dass der Strom für Werkstatt und Geschäft aus erneuerbaren Energien bezogen wird.

Vorteile: Schonung der Umwelt, Glaubwürdigkeit durch Do-It-Yourself-Philosophie

Beginn des Projektes / der Maßnahme: 2014

little kiwi: Der Kiwi aus Leipzigs Westen

little kiwi | Helmholtzerstraße 27, 04177 Leipzig | http://little-kiwi.de

Bereich

  • Ökologie

Unternehmensgröße

  • bis 49 Mitarbeiter

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe